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11/11/2011 10:22am

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„Das ist Wahnsinn“

… ist mit großer Wahrscheinlichkeit die häufigste Reaktion jener, die von Janice Jakaits Vorhaben erfahren. Janice, 34, aus Neulußheim, Sportlerin, .. mutige Sportlerin. Eine von vielen? Ja und nein. Eine, die Mut hat und diesen nutzt, um aufzuzeigen. Was denn? Genauer bitte!

Janice rudert. Und ab dem 21.11.2011 wird sie eine ganze Weile rudern. Wie lange? Genau kann man das nicht sagen. Mit Sicherheit werden es aber nicht weniger als 100 Tage sein, eher aber 120. Sie wird also mindestens 2400 Stunden oder mehr in einem Ruderboot sitzen, manchmal auch liegen, und einen Großteil der Zeit rhythmisch die Paddel ins Wasser setzen, um ihr Boot zum Zielort zu bringen, nämlich ans andere Ufer des Atlantiks.

Janice möchte die erste Deutsche sein, die es schafft, den Atlantik alleine in einem Ruderboot zu queren.

Der Ausgangspunkt: Portimao, Portugal

Der gewünschte Endpunkt: ein Ort an der Küste Antiguas.

Dazwischen: ca. 6500 km Meer. Ozean. Der Atlantische Ozean. Bis zu 10 m hohe Wellen, Sonnenschein, Hitze, Unwetter und Stürme. Janice und ihr Boot - die „Bifröst“ –das in solchen Situation verschließbar ist.

Ihre Sicherheit? Solarpanels, um die Elektronik an Board, inkl. GPS-Gerät zu versorgen, denn Begleitboot hat Janice keines.

Sehen Sie, jetzt sagen Sie es auch: „das ist Wahnsinn“.

Janice wird mit dieser Aktion keine Millionärin, sie wird auch nicht die Welt verändern. Aber Janice hat Courage und wird aufmerksam machen und zwar auf die Gefahr des Unterwasserlärms für die marinen Bewohner. Lärm tötet. Unterwasserlärm kann in gewissen Frequenzen und bei gewisser Lautstärke Meeresbewohner aus ihrem Lebensraum vertreiben, Schäden verursachen und – wie bei einigen Walarten nachgewiesen – auch zum Tod führen.

ROW FOR SILENCE heißt ihr Projekt mit dem Sie die Arbeit der Organisation OCEAN CARE im Rahmen der Vereinten Nationen zur Reduktion des Unterwasserlärms in den Weltmeeren unterstützt. Das Projekt soll das Interesse wecken, Inhalte kommunizieren und auch Gelder generieren, um diese Arbeit zu ermöglichen und auch ein konkretes Forschungsprojekt im Mittelmeer zu finanzieren. Dieses Forschungsprojekt soll im Wesentlichen Präventionsmaßnahmen entwickeln, um Wale vor der Kollision mit Schiffen zu schützen.

Eine Kollision mit einem Schiff ist auch für Janice eine Gefahr. Der Versuch von Keith Whelan in einem Ruderboot den Indischen Ozean zwischen Australien und Mauritius (6000 km) zu queren endete mit einer fatalen Kollision, die glücklicherweise aber nicht tödlich, sondern nur im Abbruch des Projektes endete. Und so gesehen sitzen Janice und Wale im gleichen Boot.

Janice, viel Glück.

Nicolas Entrup

PS: Freitag, 11.11.2011, geben Ocean Care und Janice Jakait eine Pressekonferenz in Speyer, DE.

Mehr Informationen:

www.rowforsilence.com

Verfolgen Sie Janice auf Ihrem Weg über den Atlantik in Realtime: http://www.facebook.com/OceanCare.org?ref=ts

 

 

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